- Was genau bedeutet ‚Sichere Identität’?
- Warum ist ‚Sichere Identität’ relevant?
- Welche Vision hat der Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’?
- Was versteht man unter ‚Prozesskette Identität’?
- Wie arbeitet der Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’?
- Warum startet der Innovationscluster ‚Sichere Identität’ gerade in Berlin-Brandenburg?
- Wann kann man mit den ersten Ergebnissen aus dem Innovationscluster ‚Sichere Identität’ rechnen?
- Wer profitiert von den Arbeiten des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’?
- Kann man als Partner nur im Innovationscluster ‚Sichere Identität’ mitarbeiten, wenn man in der Region Berlin-Brandenburg angesiedelt ist?
- Welchen Nutzen hat die Region Berlin-Brandenburg von der Arbeit des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’?
- Werden die Ergebnisse des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’ nur in Berlin-Brandenburg eingesetzt?
- Welches Forschungsbudget hat der Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’?
- Was passiert mit dem Innovationscluster, wenn die ersten drei Jahre vorbei sind?
- Welche Rolle spielen die einzelnen Partner im Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin- Brandenburg’?
- Was sind ‚Fraunhofer-Innovationscluster’?
- Welche anderen Fraunhofer-Innovationscluster gibt es?
Was genau bedeutet ‚Sichere Identität’?

Sichere Identität ist eindeutige unverfälschte Identität!
Jede Beziehung, jede Transaktion beruht auf der Verbindung von (mindestens) zwei eindeutig erkennbaren Akteuren bzw. Objekten. Die Eindeutigkeit muss soweit gewährleistet sein, dass ‚Vertrauen bzw. Sicherheit’ entsteht – Vertrauen/Sicherheit, dass Informationen authentisch sind, dass eine Berechtigung existiert, dass Zusagen eingehalten werden etc. Eindeutigkeit bezieht sich dabei sowohl auf Beziehungen zwischen Menschen – z. B. als Anbieter und Kunde, Behörde und Bürger – , auf Beziehungen zwischen Menschen und Objekten – z. B. Fahrer und Fahrzeug, Jugendlicher und Zigarettenautomat, Anfrager und Datenbank – als auch zwischen Objekten und Objekten – z. B. Ersatzteile und Maschine, Software-Update und Rechner, Fahrzeug und Fahrzeug etc.
‚Sichere Identität’ bedeutet auf einer zweiten Ebene Sicherung der eigenen Identität bestehend aus primären konstanten Persönlichkeitsmerkmalen und Identitätsmerkmalen, die durch das Eingehen von Beziehungen – wie Bankgeschäfte abwickeln, reisen, einkaufen – etc. hinzukommen. ‚Sichere Identität’ entsteht in diesem Kontext, wenn dem Besitzer der Identität die vollständige Verfügbarkeit und Entscheidungshoheit an seinen eigenen Identitätsmerkmalen gewährt ist.
Warum ist ‚Sichere Identität’ relevant?

Identität wird aktiv oder unbemerkt in unzähligen Prozessen des täglichen Lebens genutzt. Identität beinhaltet damit zugleich ein ungeheures Potenzial, um in vielfältiger Weise Abläufe unseres Alltags zu vereinfachen und zu automatisieren. Mit der zunehmenden Digitalisierung und der Automatisierung von Prozessen über Grenzen – von Lebensumfeld, Unternehmen, Nationen – hinaus entsteht aber auch der Bedarf nach Verfahren, die die Authentizität der Informationen – Ich bin echt, ich darf das, ich darf das nicht, die Information ist echt, das Produkt ist echt – ausweisen bzw. sicher stellen. Der direkte Abgleich von Identitätsmerkmalen wie Unterschrift, Photo etc. spielen in der realen Welt zwar immer noch eine große Rolle, aber Fälschungen bzw. Diebstahl nehmen zu und machen Absicherungen zum Beispiel durch Ergänzungen um weitere Identitätsmerkmale wie biometrische Merkmale notwendig. Die wachsende Verlagerung von Transaktionen in digitale Prozesse macht Verfahren zur eindeutigen Bestimmung von ‚Identität’ notwendig.
‚Sichere Identität’ ist gleichzeitig eng verbunden mit dem Thema Akzeptanz der Digitalisierung. Aufgrund der zunehmenden Angst der Menschen vor Verlust der Identität im Sinn von Verlust der Privatheit müssen neue Verfahren und Infrastrukturen entwickelt werden, die dem Besitzer von Identität die Hoheit und die Verantwortung über seine Identität sichern.
‚Sichere Identität’ bezieht sich gleichermaßen auf Objekte. Die eindeutige Identifizierung beispielsweise eines Maschinenersatzteils als Originalteil oder als Kopie bzw. Klon hat in der Regel nicht nur eine ökonomische sondern häufig auch eine sicherheitsrelevante Bedeutung.
Welche Vision hat der Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’?

Die Partner im Innovationscluster ‚Sichere Identität’ verfolgen das Ziel, ‚Identität’ in der realen und in der digitalen Welt als Basiswert für sichere, vertrauensvolle Beziehungen weiter zu entwickeln. Anstelle von einzelnen heterogenen, getrennt einsetzbaren, nicht fälschungssicheren und oft anbietergetriebenen Identitätsmanagement-Lösungen sehen sie flexible, nutzerzentrierte Identitätsverfahren, die sowohl in der realen als auch in der digitalen Welt einsetzbar sind und komfortabel den Zugang zu Diensten und zur Nutzung von Objekten ermöglichen. Zukünftige ID-Systeme sichern die Eindeutigkeit der Identitätsmerkmale sowohl in der realen Welt – z. B. durch Einsatz neuer Materialien, durch Integration von Identitäts-Informationen – und sichern gleichzeitig dem Besitzer der Identität die anwendungsbezogene Kontrolle über diese Informationen. ‚Identität’ als Basiswert betont Werte wie Original, Einzigartigkeit, Recht auf Identität und Eigenverantwortung. Die Vision ist, Identität gleichermaßen einfach wie sicher nutzbar zu machen, um Menschen gleich welchen Alters die hieraus resultierenden Potentiale zu erschließen.
Was versteht man unter ‚Prozesskette Identität’?

Die ‚Prozesskette Identität’ umfasst alle Schritte und Komponenten, die mit der digitalen Identität verbunden sind. Dazu gehören die Stufen ‚erfassen’, ‚individualisieren’, ‚verifizieren’.
Wie arbeitet der Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’?

Der Innovationscluster ‚Sichere Identität’ ist projektbasiert. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden die Ziele in Projekten der Partner in Lösungen – Technologien, Verfahren, Produkte – umgesetzt. Jedes Projekt wird von Partnern aus Forschung und Wirtschaft konzipiert und in einem Lenkungsausschuss im Hinblick auf die angestrebten Ziele erörtert . Ein Beirat mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur berät unabhängig.
Warum startet der Innovationscluster ‚Sichere Identität’ gerade in Berlin-Brandenburg?

In der Region Berlin-Brandenburg wurde in den letzten Jahren ein vielschichtiges Knowhow zu allen Fragen der Sicheren Identität entwickelt. Ob im Umkreis von Bundesbehörden, öffentlichen Einrichtungen, Wissenschaft und Politik – in den letzten Jahren sind in der Hauptstadtregion zahlreiche Unternehmen und Initiativen entstanden, die sich mit dem Thema „Sichere Identität“ befassen, so dass inzwischen in kaum einer anderen Region wissenschaftliche Kompetenz und wirtschaftlicher Bedarf so eng beieinander liegen wie hier. Auf dieser Grundlage kann das Cluster zielgerichtet neue Technologien, Verfahren und Materialien entwickeln, mit dem Ziel über einen schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft, die Region nachhaltig zu stärken.
Wann kann man mit den ersten Ergebnissen aus dem Innovationscluster ‚Sichere Identität’ rechnen?

Das Fraunhofer-Innovationscluster ist auf drei Jahre (2008 bis 2011) angelegt. Umfassendere Fragestellungen, z. B. infrastruktureller Art, werden erst mit Ablauf dieser Laufzeit vollständig beantwortet werden. Gleichzeitig wird es auf unterschiedlichen Ebenen Zwischenergebnisse geben.
Wer profitiert von den Arbeiten des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’?

Die Ergebnisse des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’ werden verschiedenen gesellschaftlich relevanten Gruppen zu Gute kommen
- Unternehmen erhalten prototypische Lösungen für Identitätsmanagement (..), die als Produkte im Markt angeboten werden können
- die (Bundes-)Politik erhält einen verlässlichen Partner, der den politischen Entscheidungsfindungsprozess mit Fachkompetenz und neutralem Sachverstand begleitet.
- die Länder Berlin und Brandenburg erhalten mit dem Cluster einen Partner, der die Hauptstadtregion als Wirtschafts- und Wissenschaftstandort nachhaltig stärken wird.die Dienstanbieter im Netz
- die Identitätsbesitzer ..Verfahren wie sie in Eigenverantwortung ihre Identität (-smerkmale) managen können,
Kann man als Partner nur im Innovationscluster ‚Sichere Identität’ mitarbeiten, wenn man in der Region Berlin-Brandenburg angesiedelt ist?

Die Kerngruppe des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’ besteht aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Region. Das erklärte Ziel ist es, die Region Berlin-Brandenburg durch diese Kooperation zu stärken. Es ist zu erwarten, dass Kompetenzen, die nicht in der Region vorhanden sind, durch Kooperationen mit Partnern ausserhalb von Berlin-Brandenburg ergänzt werden. In diesem Sinn ist das Innovationscluster offen für weitere Partner.
Welchen Nutzen hat die Region Berlin-Brandenburg von der Arbeit des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’?

Die Vielzahl und das Spektrum der beteiligten Partner wird der Region Berlin-Brandenburg ein weitreichendes Standing als Kompetenzträger in Sachen Sicherheit, Identitätsmanagement, Vereinfachung von digitalen Transaktionsprozessen in Wirtschaft und Verwaltung geben. Dadurch werden hier ansässige Unternehmen gestärkt, gleichzeitig werden neue Akteure ihr Engagement in diesem innovativen Umfeld verstärken. Darüber hinaus beweist Berlin-Brandenburg erneut seine Rolle als Testfeld für innovative Lösungen und Produkte.
Werden die Ergebnisse des Innovationsclusters ‚Sichere Identität’ nur in Berlin-Brandenburg eingesetzt?

Berlin-Brandenburg ist die Keimzelle für die Entwicklungen im Bereich ‚Sichere Identität’. Die beteiligten regionalen Partner werden zunächst die Chance nutzen, die Ergebnisse aus der Arbeit des Clusters zu nutzen. Da ‚Sichere Identität’ jedoch kein regionales Thema ist sondern hoheitliche bzw. infrastrukturelle Aspekte hat, werden die Ergebnisse bundes- und europaweit wirken und darüber hinaus.
Welches Forschungsbudget hat der Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’?

Das Gesamtbudget des Fraunhofer-Innovationsclusters Sichere Identität Berlin-Brandenburg beläuft sich auf rund 10 Millionen Euro für den Zeitraum 2008 bis 2011. Die Finanzierung erfolgt zu gleichen teilen durch die Fraunhofer-Gesellschaft, die Wirtschaftsunternehmen und die Länder Berlin und Brandenburg. Die Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt den Innovationscluster.
Was passiert mit dem Innovationscluster, wenn die ersten drei Jahre vorbei sind?

Die ersten drei Jahre der Arbeit am Thema ‚Sichere Identität’ werden als Startphase für eine kontinuierliche Zusammenarbeit in der Region mit zunehmender Wirkung nach aussen verstanden. In dieser Zeit werden die grundlegenden Fragen gelöst und weitere Partner für die spätere Implementierung und Weiterentwicklung der Lösungen angeworben.
Welche Rolle spielen die einzelnen Partner im Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’?

Der Innovationscluster ‚Sichere Identität Berlin-Brandenburg’ ist eine enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Politik. Alle vier Interessengruppen erfüllen einen wesentlichen und unverzichtbaren Zweck in dem Cluster. Im Rahmen der Wissenschaft sollen Leitlinien und Möglichkeiten für künftig notwendige Technologien aufgezeigt werden. Die Forschung setzt sich darüber hinaus mit der konkreten Umsetzung dieser Themen in wirtschaftsrelevante Produkte auseinander, was nur unter enger Beteiligung von Wirtschaft und Politik funktionieren kann. Die beteiligten Wirtschaftsunternehmen werden die Lösungen in ihr Portfolio integrieren und eine Verbreitung im Markt garantieren.
Was sind ‚Fraunhofer-Innovationscluster’?

Die Fraunhofer-Innovationscluster – insgesamt 15 im Herbst 2008 – sind ein Instrument zur gezielten Förderung von Innovation durch Kooperationen in der Region. In den Innovationsclustern kooperieren alle relevanten Kräfte aus Wirtschaft,?Wissenschaft,?Staat und Gesellschaft in räumlicher Nachbarschaft mit dem Ziel, erfolgreich in den Märkten zu agieren und auf diesem Weg auch Beschäftigung zu fördern und zu sichern. Von den neuen Infrastrukturen sollen Impulse ausgehen, um die heimische Wirtschaft im internationalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken. Die Fraunhofer-Gesellschaft fördert diese Vernetzung mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Welche anderen Fraunhofer-Innovationscluster gibt es?

Mechatronischer Maschinenbau, Chemnitz
Digitale Produktion, Stuttgart
Optische Technologien, Jena Jena Optical Innovations (JOIN)
Nano for Production, Dresden
Personal Health, Region Erlangen/Nürnberg/Fürth
Digitale Nutzfahrzeugtechnologie, Kaiserslautern
Automotive Quality Saar, Saarbrücken
Polymertechnologie, Halle-Leipzig
Virtual Development, Engineering and Training, Magdeburg
Future Security, Freiburg
Technologien für hybriden Leichtbau, Karlsruhe
Adaptronische Systeme, Darmstadt
Multifunktionale Materialien und Technologien, Bremen








